Das Gartendorf Algund bei Meran ist nicht nur bekannt für seine schönen Blumengärten, für den schön bepflanzten Kirchplatz, für die schön gestaltete Aussichtsplattform "Trauttmansdorffer Thronsessel" am Hochkreuz von Algund, für die Palmen, Olivenbäume und anderen mediterranen Pflanzen, die das Dorf zieren oder für seine Nähe zu den bekannten botanischen Gärten von Schloss Trauttmansdorff, sondern auch für die vielen Apfel- und Obstgärten, die bereits seit vielen Jahren das Dorfbild prägen. Anfang März fängt es dann an zu Blühen und ein zart-rosa Blütenteppich zieht sich über den ganzen Ort. Wieso so früh? Aufgrund des besonders mediterranen Mikroklimas durch die geschützte Tallage. Im farbenfrohen Herbst ist dann Erntezeit, eine herrliche Zeit! In den zahlreichen Gaststätten wird der  "Nuie" (neue Wein) serviert und die Äpfel werden zu leckerem Apfelstrudel oder Most weiterverarbeitet. Viele anmutenden Düfte liegen in der Luft. Mit verschiedenen Festen bedankt sich die Dorfgemeinde für die gute Ernte. Das bekannte Meraner Traubenfest ist das größte und bekannteste Erntedankfest im ganzen Land und zieht zahlreiche Besucher aus Nah und Fern an. Der Obstanbau in Algund hat eine sehr lange Tradition. Bereits im Jahre 1893 haben Bauern die Algunder Obstgenossenschaft gegründet. Heute zählt sie 227 Mitglieder, welche gemeinsam 500 Hektar Land bearbeiten und rund 22.000 Tonnen Obst bewirtschaften. Das auf 320 Metern Höhe gelegen Gartendorf Algund ist zudem eines der ältesten Weinbaugebiete Südtirols. Die Weintraube im Algunder Dorfwappen zeugt von der historischen Bedeutung des Weinbaus im Dorfs. Besonders die geschütze Lage "Meraner Rosengarten" eignet sich besonders gut für den Weinbau.